Ratgeber für Unternehmen
Einen Firmenumzug planen bedeutet, weit mehr als Möbel von einem Büro ins andere zu transportieren. Arbeitsplätze, Inventar, Akten, Technik, Termine und Zuständigkeiten müssen so aufeinander abgestimmt werden, dass der Betrieb möglichst wenig beeinträchtigt wird.
In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie ein KMU den Standortwechsel vorbereitet, welche Informationen eine Umzugsfirma benötigt und welche Aufgaben intern oder durch spezialisierte Fachpersonen erledigt werden müssen.
Betriebsabläufe schützen
Was unterscheidet einen Firmenumzug vom Privatumzug?
Bei einem Privatumzug steht der Wechsel des Haushalts im Mittelpunkt. Bei einem Firmenumzug muss zusätzlich sichergestellt werden, dass Mitarbeitende, Kundschaft und Lieferanten den Betrieb weiterhin erreichen können.
Unklare Zuständigkeiten können zu Verzögerungen führen. Dasselbe gilt, wenn Möbel am neuen Standort keinen festgelegten Platz haben, Kartons nicht beschriftet sind oder die Technik noch nicht vorbereitet wurde.
Der physische Umzug
Möbel, Akten, Arbeitsmaterial und geeignet vorbereitete Geräte werden dem vereinbarten Ablauf entsprechend transportiert.
Der betriebliche Übergang
IT, Kommunikation, Adressen, Zutritte und die Wiederaufnahme des Betriebs werden intern oder mit Fachpartnern organisiert.
Eine verantwortliche Projektleitung bestimmen
Für den Firmenumzug sollte intern eine Person bestimmt werden, bei der alle Informationen zusammenlaufen. Sie koordiniert Geschäftsleitung, Mitarbeitende, Verwaltung, IT-Fachpersonen, Umzugsfirma und weitere Beteiligte.
Zu ihren Aufgaben gehören beispielsweise:
- Zeitplan und wichtige Fristen führen;
- Anforderungen der Abteilungen aufnehmen;
- Entscheidungen dokumentieren;
- Zuständigkeiten intern verteilen;
- Ansprechperson für Zügelmann sein;
- Zugang zu beiden Standorten sicherstellen;
- Änderungen an alle Beteiligten kommunizieren.
Bei grösseren Unternehmen kann zusätzlich pro Abteilung eine verantwortliche Person bestimmt werden.
Inventar erfassen und unnötige Transporte vermeiden
Vor der Offerte sollte möglichst klar sein, welche Möbel, Geräte, Akten und Materialien umziehen. Der Standortwechsel ist gleichzeitig eine gute Gelegenheit, nicht mehr benötigtes Inventar auszusortieren.
Mitnehmen
- Schreibtische und Bürostühle
- Schränke und Regale
- Besprechungs- und Empfangsmöbel
- Akten und Arbeitsmaterial
- vorbereitete technische Geräte
Separat entscheiden
- veraltete oder defekte Möbel
- nicht mehr benötigte Akten
- Elektrogeräte und Datenträger
- eingelagerte Altbestände
- Material mit besonderer Entsorgung
Bei Akten und Datenträgern müssen Aufbewahrungspflichten, Datenschutz und interne Vorgaben berücksichtigt werden. Vertrauliche Unterlagen sollten nicht wie gewöhnliches Altpapier behandelt werden.
Den neuen Standort vor dem Umzug einrichten
Am neuen Standort sollte vor dem ersten Transport feststehen, wo Abteilungen, Arbeitsplätze, Schränke und gemeinsam genutzte Bereiche eingerichtet werden.
Ein Raum- oder Einrichtungsplan hilft der Umzugsequipe, Möbel und Kartons ohne unnötige Zwischenlagerung am richtigen Ort abzustellen.
Vorher zu kontrollieren sind:
- Raummasse und Zugänge;
- Trag- und Personenlifte;
- Türen, Treppen und Korridore;
- Park- und Ladebereiche;
- Positionen von Strom- und Netzwerkanschlüssen;
- Flucht- und Verkehrswege;
- Zutrittsregelungen und Schlüssel.
Werden Möbel am neuen Standort wieder montiert, müssen die vorgesehenen Räume zugänglich und notwendige Vorarbeiten abgeschlossen sein.
IT, Telefonie und empfindliche Geräte separat planen
Computer, Server, Netzwerkgeräte, Drucker und Telefonanlagen benötigen einen eigenen Ablauf. Es muss klar sein, wer Geräte herunterfährt, Daten sichert, Kabel kennzeichnet und die Technik am neuen Standort wieder in Betrieb nimmt.
Zügelmann kann geeignete und vorbereitete Geräte im vereinbarten Umfang transportieren. Die fachgerechte Deinstallation, Verkabelung, Konfiguration und Inbetriebnahme gehört jedoch nicht automatisch zum Umzugsauftrag.
Legen Sie ausserdem fest, welche Systeme bis unmittelbar vor dem Umzug aktiv bleiben müssen und welche Arbeitsplätze zuerst wieder einsatzbereit sein sollen.
Arbeitsplätze, Möbel und Kartons eindeutig kennzeichnen
Die Beschriftung sollte sich am neuen Standort orientieren. Eine Angabe wie „Büro alt, zweite Etage“ hilft der Umzugsequipe am Zielort nicht weiter.
Eine brauchbare Kennzeichnung enthält:
- Zielraum oder Raumnummer;
- Abteilung oder Team;
- Name oder Nummer des Arbeitsplatzes;
- Inhalt des Kartons;
- Hinweis auf empfindlichen Inhalt;
- Priorität für den Wiederaufbau.
Möbelteile, die zusammengehören, erhalten dieselbe Nummer. Schrauben und Beschläge werden dem jeweiligen Möbelstück eindeutig zugeordnet.
Hinweise dazu finden Sie im Beitrag Möbelmontage beim Umzug .
Den Firmenumzug nach Prioritäten oder Etappen planen
Nicht jedes Unternehmen muss vollständig an einem Tag umziehen. Bei einem etappenweisen Umzug können einzelne Teams oder Funktionsbereiche nacheinander verlegt werden.
Mögliche Reihenfolgen sind:
- Archiv und selten benötigtes Inventar zuerst;
- Nebenräume und Lagerbestände vor den Arbeitsplätzen;
- Abteilungen nacheinander;
- zentrale Arbeitsplätze mit hoher Priorität zuletzt abbauen;
- am neuen Standort betriebswichtige Bereiche zuerst aufbauen.
Ein Umzug ausserhalb der üblichen Betriebszeiten kann den Unterbruch reduzieren. Abend- oder Wochenendtermine müssen allerdings ausdrücklich angefragt und nach Verfügbarkeit vereinbart werden.
Neue Firmenadresse rechtzeitig kommunizieren
Neben dem physischen Umzug müssen Kundschaft, Lieferanten, Behörden und Geschäftspartner über die neue Adresse informiert werden.
Je nach Unternehmen sind unter anderem zu prüfen:
- Handelsregister und weitere Behörden;
- Schweizerische Post und Nachsendung;
- Banken, Versicherungen und Vertragspartner;
- Kundschaft und Lieferanten;
- Website und Google-Unternehmensprofil;
- Rechnungen, Briefpapier und E-Mail-Signaturen;
- Verzeichnisse, Plattformen und Branchenprofile;
- Beschriftung am bisherigen und neuen Standort.
Legen Sie ein einheitliches Datum fest, ab dem die neue Adresse verwendet wird. So erscheinen nicht über längere Zeit unterschiedliche Angaben.
Umzugstag und Wiederaufnahme des Betriebs kontrollieren
Am Umzugstag benötigt die Umzugsequipe an beiden Standorten eine erreichbare Ansprechperson. Zugänge, Schlüssel, Lifte und Ladezonen müssen zum vereinbarten Zeitpunkt verfügbar sein.
Nach dem Transport sollte zuerst kontrolliert werden, ob priorisierte Arbeitsplätze, wichtige Akten und gemeinsam genutzte Möbel am richtigen Ort stehen.
Eine abschliessende Kontrolle umfasst beispielsweise:
- Vollständigkeit der transportierten Positionen;
- Zuordnung zu Räumen und Arbeitsplätzen;
- vereinbarte Möbelmontagen;
- sichtbare Transportschäden;
- zurückgebliebene Gegenstände am alten Standort;
- Räumung und Reinigung gemäss Auftrag.
Vom Inventar zum neuen Arbeitsplatz
So kann Zügelmann den Firmenumzug begleiten
-
01
Umfang aufnehmen
Standorte, Arbeitsplätze, Möbel, Zugänge und gewünschte Zusatzleistungen werden erfasst.
-
02
Ablauf abstimmen
Termine, Reihenfolge, Verantwortliche und interne Vorbereitungen werden geklärt.
-
03
Transport durchführen
Gekennzeichnetes Inventar wird gemäss vereinbartem Ablauf an den neuen Standort gebracht.
-
04
Zusatzleistungen abschliessen
Vereinbarte Montage, Räumung, Entsorgung oder Lagerung wird in den Auftrag integriert.
Konkrete Unternehmensanliegen
Bei welchen Firmenumzügen kann Zügelmann angefragt werden?
Wer verlegt unser Büro in St. Gallen an den neuen Standort?
Zügelmann kann für den Transport von Büromöbeln, Arbeitsmaterial und geeignet vorbereiteten Geräten angefragt werden. Benötigt werden Angaben zu beiden Standorten und zum Inventar.
Kann unser Unternehmen abteilungsweise umziehen?
Ein etappenweiser Ablauf kann geprüft werden. Dafür müssen Abteilungen, Prioritäten und gewünschte Termine klar festgelegt sein.
Wer baut unsere Büromöbel ab und wieder auf?
Demontage und Wiederaufbau können nach Absprache Bestandteil des Auftrags sein. Die betreffenden Möbel müssen bei der Offerte erfasst werden.
Wer entsorgt alte Büromöbel beim Firmenumzug?
Nicht mehr benötigte Möbel können nach eindeutiger Freigabe in die Räumungs- und Entsorgungsplanung aufgenommen werden.
Aussagekräftige Offerte
Diese Angaben benötigt Zügelmann für den Firmenumzug
Zu den Standorten
- alte und neue Adresse
- Stockwerke und Lifte
- Zufahrten und Ladezonen
- mögliche Umzugszeiten
- Zutrittsregelungen
Zum Inventar
- Anzahl Arbeitsplätze
- Schränke und Besprechungsmöbel
- Akten- und Kartonmenge
- schwere oder empfindliche Positionen
- nicht mehr benötigtes Inventar
Zu den Leistungen
- Demontage und Wiederaufbau
- Umzug in einer oder mehreren Etappen
- Zwischenlagerung
- Räumung und Entsorgung
- Reinigung des alten Standorts
Weitere Informationen finden Sie auf der Seite Firmenumzug mit Zügelmann .
Aufwand nachvollziehbar einschätzen
Was beeinflusst die Kosten eines Firmenumzugs?
- Inventar
- Anzahl Arbeitsplätze, Möbel, Kartons und Geräte
- Zugänge
- Stockwerke, Lifte, Tragewege und Ladezonen
- Montage
- Umfang von Demontage und Wiederaufbau der Möbel
- Etappen
- Anzahl Termine und gewünschte Reihenfolge des Umzugs
- Distanz
- Entfernung zwischen bisherigem und neuem Standort
- Zusatzleistungen
- Lagerung, Räumung, Entsorgung oder Reinigung
Häufige Fragen
Fragen zur Planung eines Firmenumzugs
Wie früh sollte ein Firmenumzug geplant werden?
Das hängt von Unternehmensgrösse, Inventar, IT, Zusatzleistungen und möglichen Umzugsterminen ab. Je mehr Personen und Fachbereiche beteiligt sind, desto früher sollte die Planung beginnen.
Kann der Firmenumzug am Wochenende stattfinden?
Ein Wochenend- oder Randzeitentermin kann angefragt werden. Ob er möglich ist, hängt vom Umfang und von der aktuellen Verfügbarkeit ab und muss ausdrücklich vereinbart werden.
Schliesst Zügelmann Computer und Server wieder an?
IT-Konfiguration und fachliche Anschlussarbeiten sind nicht automatisch Bestandteil des Umzugs. Diese Aufgaben sollten mit der internen IT oder einem spezialisierten Fachbetrieb koordiniert werden.
Können Büromöbel demontiert und wieder aufgebaut werden?
Möbelmontagen können nach Absprache eingeplant werden. Die betreffenden Möbel müssen vorab erfasst und in der Offerte aufgeführt sein.
Kann ein Unternehmen in mehreren Etappen umziehen?
Ein etappenweiser Umzug kann geprüft werden. Dafür sind ein genauer Ablauf, klare Prioritäten und eine eindeutige Kennzeichnung notwendig.
Werden alte Büromöbel entsorgt?
Räumung und Entsorgung können als Zusatzleistung angefragt werden. Es muss klar gekennzeichnet sein, welche Möbel transportiert und welche entsorgt werden dürfen.
Wer muss die Firmenadresse ändern?
Die administrativen Adressänderungen bleiben Aufgabe des Unternehmens beziehungsweise seiner beauftragten Fachpersonen. Dazu können Handelsregister, Post, Vertragspartner und digitale Unternehmensprofile gehören.
Weitere Informationen für Unternehmen
Das KMU-Portal des Bundes beschreibt bei „Umzug mit dem KMU“ unter anderem die Bedeutung einer internen Projektleitung, einer Checkliste und eines Einrichtungsplans.
Informationen zur Umleitung von Geschäftspost bietet die Schweizerische Post .
Firmenumzug anfragen
Planen Sie einen neuen Standort für Ihr Unternehmen?
Senden Sie Zügelmann Angaben zu Arbeitsplätzen, Möbeln, beiden Standorten und dem gewünschten Zeitplan. So kann der Umfang des Firmenumzugs beurteilt werden.
